Lucia Coray

Portrait Lucia Coray 2009

Lucia Coray, geboren 1957 in Zürich, studierte an der F+F Schule für Kunst und Mediendesign Zürich. Sie widmete sich anfänglich vor allem dem Schreiben und der Kalligrafie, danach der Malerei.

1983 gehört Lucia Coray zur ersten Gruppe von Kunstschaffenden, die ein Atelier in der Stiftung Binz39 beziehen. 1984 beteiligt sie sich dort an der ersten Ausstellung. Heute ist sie mit Alexandra Blättler für das Ausstellungs- und Stipendienprogramm der Stiftung Binz39 verantwortlich. Ihre Werke finden sich u.a. in der Sammlung McCrory Corporation in New York, im Universitätsspital von Zürich und in den Kunstsammlungen des Kantons Zürich und der Stadt Zürich.

Im malerischen Oeuvre Lucia Corays ist das Gesicht von Beginn an Ausgangs- und Referenzpunkt zugleich. Aus der Beschränkung auf ein einziges Motiv erwächst ein Dialog mit dem, was Malerei ist: Bild und Materiezugleich. Mit Kontinuität und Intensität geht die Künstlerin der Schnittstelle zwischen Figuration und Abstraktion nach und verwandelt ihre innere Sicht eines solchen Primärbildes zu greifbarer Stofflichkeit.
Wie sinnlich und gleichzeitig spektakulär dieser bildimmanente Diskurs sein kann, führt ein 2009 im Benteli-Verlag erschienenes Künstlerbuch vor, welches dreissig ihrer Arbeiten der letzten Schaffensperiode aufführt. Ein begleitender Text von Marianne Karabelnik führt an diesen malerischen Prozess heran und gewährt Einblick in das, was die Künstlerin am Ort des Geschehens bewegt, und auch, was die Malerei an sich bewegen kann.

2015 zeigt sie in einer Solo Show ihre neuesten Arbeiten auf Papier: farbige Profile in Serie, frech und eindrücklich, sowie die neuen, sehr klar strukturierten Gemälde (Acryl auf Leinwand).

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